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60 Jahre Hermesdeckungen

Weg einer Hermesdeckung

STATION 6: DER IMA ENTSCHEIDET ÜBER DEN DECKUNGSANTRAG

Das Underwriting hat einen Prüfungsbericht erstellt und diesen zum IMA nach Berlin geschickt. IMA ist die Abkürzung für Interministerieller Ausschuss. Hier entscheidet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über unseren Antrag.

Der IMA hat einer Absicherung unseres Exportgeschäfts mit einer Exportkreditgarantie zugestimmt und gab hierfür eine grundsätzliche Stellungnahme ab. Das bedeutete, dass wir für die Absicherung unserer Lieferung nach Kolumbien praktisch grünes Licht bekommen haben. Diese Deckungszusage war nun verbindlich und blieb sechs Monate gültig, sofern sich nichts an den Vertragsbedingungen, an der Sach- und Rechtslage ändern würde. Auf dieser Basis konnten wir den Ausfuhrvertrag mit Garcia abschließen.

Kurze Zeit später war der Vertrag in trockenen Tüchern und ich beantragte bei Euler Hermes die endgültige Zusage für die Übernahme einer Deckung, die ein paar Tage später bei mir eintraf. In der Deckungsurkunde waren noch mal alle wichtigen Geschäftsdaten aufgeführt, wie Art und Höhe des abgesicherten Risikos und die Beschreibung des Geschäfts, die Höhe der Prämie und die Laufzeit. Auch die Rechnung über Prämien und Gebühren lag anbei.

Die Höhe der Prämie richtet sich zum einen nach einem bestimmten Prozentsatz des Auftragswertes, zum anderen nach der Länderkategorie, in die das Käuferland eingestuft ist. Kategorie 7 ist die höchste, das heißt höchstes Risiko und höchste Prämie. Wir lagen bei Kolumbien mit Kategorie 4 in der Mitte.