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60 Jahre Hermesdeckungen

Weg einer Hermesdeckung

STATION 5: UMWELTPRÜFUNG DES EXPORTGESCHÄFTS

Ein Mitarbeiter des Department Sustainability – also Nachhaltigkeit – gab auf die Frage, ob meine Lieferung von zehn Betonmischfahrzeugen auf Umweltauswirkungen hin untersucht werden müsse, Entwarnung: Nur Projekte ab einem Auftragswert von 15 Millionen Euro und Kreditlaufzeiten ab zwei Jahren würden automatisch einer Vorprüfung unterzogen. Kleinere Projekte, die ganz offensichtlich die Umwelt berühren, werden ebenfalls geprüft.

Diese Projekte landen nach dem ersten Sichten in drei Klassen und werden so zu A -, B - oder C-Projekten. Projekte der Klasse C, die nach der Aussage meines Ansprechpartners von Euler Hermes die absolute Mehrheit bilden, werden nicht weiter auf Umweltbeeinträchtigungen geprüft. „Überhaupt sind es nur verhältnismäßig wenige Projekte, die tiefer gehend untersucht werden und in den seltensten Fällen zieht sich dieses über einen längeren Zeitraum hin“, sagte der Mitarbeiter. Welche Projekte zählen denn eigentlich zur Klasse A und könnten die Umwelt stärker belasten? „Typische Projekte für die Klasse A sind beispielsweise große Staudämme, Papierfabriken, Kraftwerke und Stahlwerke. In Klasse B sind tendenziell energieintensive Anlagen und Projekte bei denen größere Mengen von Chemikalien oder andere umweltgefährliche Stoffe eingesetzt werden.“

Und warum ist Nachhaltigkeit für die Bundesregierung ein so wichtiges Thema? Es sollen „Wohlstand und Lebensqualität für heutige und künftige Generationen gesichert“ werden, ist auf den Internetseiten der Hermesdeckungen zu lesen. Da bin ich natürlich gern dabei!