
Im Internet wurde ich dank Suchmaschine schnell fündig. Über www.agaportal.de klickte ich mich ohne Umwege direkt zu den Exportkreditgarantien des Bundes. Und gleich der erste Satz überzeugte mich davon, dass ich auf der richtigen Spur bin: „Exportkreditgarantien sind Versicherungen für Exportgeschäfte, mit denen ein Zahlungsausfall aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen vermieden wird“, hieß es da.
Ich erfuhr zudem, dass die Euler Hermes Kreditversicherung und PricewaterhouseCoopers in Hamburg im Auftrag der Bundesregierung diese „Hermesdeckungen“ bearbeiten und griff gleich zum Telefonhörer. Eine freundliche Dame erklärte, dass alle Länder in Risikoklassen eingeteilt sind und dass für alle Länder auch eine eigene „Beschlusslage“ besteht, die angibt, ob und zu welchen Bedingungen Exporte in ein Land überhaupt absicherbar sind.
Für Kolumbien gäbe es derzeit keine Einschränkungen; Exportgeschäfte in dieses Land könnten – sofern der kolumbianische Kunde solvent sei – über eine Hermesdeckung abgesichert werden. Meine Firma sollte aber eine Exportkreditgarantie am besten noch vor Abschluss des Exportvertrags mit Garcia beantragen. Und noch etwas gab sie mir mit auf den Weg: Um die Bearbeitung des Antrags zu beschleunigen, wäre es hilfreich, möglichst viel Auskunftsmaterial über die Firma Garcia beizulegen. Zum Schluss nannte mir die Dame einen für unsere Region zuständigen Außendienstberater, mit dem ich gleich für die nächste Woche einen Termin vereinbarte.